Der FishProtector - ein neues Fischschutzkonzept der Universität Innsbruck


Die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer stellt für das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes eine der größten Herausforderungen für den Betrieb von Wasserkraftanlagen dar. Dabei gestaltet sich vorallem die Realisierung der flussabwärts gerichteten Fischpassierbarkeit bei mittleren und großen Wasserkraftanlagen als schwierig, da bisher kaum effiziente und gleichzeitig ökonomische Lösungsmöglichkeiten vorhanden sind. Diese Problematik veranlasste die Universität Innsbruck zur Entwicklung eines neuen Fischschutzkonzeptes.

 

Abb. 1: FishProtector im Freilandmodellversuch der Uni Innsbruck
Abb. 1: FishProtector im Freilandmodellversuch der Uni Innsbruck

Der FishProtector besteht aus horizontal gespannten Stahlseilen, die oberhalb des Turbineneinlaufes angeordnet sind und unter Strom gesetzt werden (Bild 1). Die Fische werden so nach dem Prinzip eines „Weidezauns für Fische“ vor einer potentiell gefährlichen Turbinenpassage geschützt und über einen seitlich gelegenen Bypass sicher am Kraftwerk vorbeigeleitet.  Sein Einsatz eignet sich dabei speziell zur ökologischen Nachrüstung bestehender Anlagen,  aber auch für den Neubau von Wasserkraftanlagen. Bei Spannweiten von bis zu 100 m ist der Einbau auch bei Großanlagen möglich.